Virtuelles Unternehmen

Für uns ist der zentrale Unterschied zwischen einem Unternehmen und einem virtuellen Unternehmen eine sehr unterschiedliche, im Grunde gegensätzliche, Verwendung des Gedankens der Synergie.

Wenn man Synergie als „Einsparung“ versteht, werden die Gemeinsamkeiten typischerweise in der folgenden Reihenfolge aufgebaut:

  1. man bildet eine gemeinsame Administration (und streitet über Budgets)
  2. man schafft einen gemeinsamen Vertrieb (und streitet darüber, wem der Kunde gehört)
  3. man arbeitet gemeinsam (und streitet über Wertschöpfungsanteile)
  4. man entwickelt gemeinsam (und streitet über die Rechte)
  5. wenn man Glück hat entsteht daraus trotzdem eine gewisse Verbundenheit

Das geht in dem Maße gut, in dem die Einsparungen deutlich größer als der Mehraufwand für Konfliktlösungen und Komplexität sind.

Wenn man Synergie als „gegenseitige Bereicherung“ versteht, führt das zu einer genau umgekehrten Reihenfolge:

  1. unser Ausgangspunkt ist eine familiär-freundschaftliche Verbundenheit
  2. wir widmen einen Tag pro Monat der gemeinsamen Entwicklung von Ideen und Methoden
  3. wir arbeiten sowohl allein, als auch gemeinsam bei Kunden
  4. manchmal vermarkten wir unsere Ideen auch gemeinsam
  5. aber wir haben keine gemeinsame Administration

Wir sind gesellschaftsrechtlich selbständig, was unsere Eigenständigkeit (die Fähigkeit selbst „stehen“ zu können) und damit die Möglichkeit, sich immer neu freiwillig zu verbinden, sichert.